Montag:

Aufgrund einer Langzeitverletzung am Knie, welche ich mir vor dem FSJ zugezogen habe, musste ich zwei Wochen zu Hause bleiben. Ich wage es gar nicht, mir vorzustellen, was sich in dieser Zeit auf der Fachwerkhaus-Baustelle alles verändert haben muss. Doch diese werde ich auch die nächsten Tage oder wahrscheinlich Wochen nicht zu Gesicht bekommen. Ich muss mich weiterhin schonen, weshalb mein Chef mir Werkstatt-Arbeit aufgibt. Für heute sollte ich erstmal Altholz für Altholzmöbel herrichten. Zuerst müssen die Hölzer von allem Metall befreit werden und darauf dampfstrahle ich sie mithilfe des Hochdruckreinigers sauber. Pilze, die sich auf der Oberfläche befinden, sollte ich vorher mit der Metallbürste kleinkratzen, ansonsten spritzt mir das Wasser mit Dreck direkt wieder ins Gesicht.

Dienstag:

Erneut wurde heute das Altholz von mir abgedampft. Die erste Ladung ist somit fertiggestellt und neues kommt erst morgen wieder an. Länger als erwartet hat das Putzen der Umgebung gebraucht. Der Boden war bedeckt von Schlamm und der musste weg, jedoch sind die Abflüsse ständig durch kleine Pilzstückchen und Steine verstopft worden, wodurch ich den Schlamm nicht an einem Stück ablaufen lassen konnte. Ich habe eine Einführung zur Kehrmaschine bekommen und sollte mit dieser einmal alles abfahren und sauber machen, sobald ich den Schlamm beseitigt habe. Die Kehrmaschine wirkt auf mich wie eine Miniaturfassung der Eisaufbereitungsmaschine auf der Waldau. Jedoch war der Fahrspaß heute nur von kurzer Dauer, denn bald, nachdem ich mit ihr die Lagerhalle verlassen habe, fing schon das gelbe Lichtlein an zu leuchten. Anders gesagt, ihre Akkuladung neigte sich dem Ende zu. Mein Chef hat mir dann noch den Trichter der Hackschnitzelheizung gezeigt. Er hat mir erklärt, wie sich am Rand um den Trichter die Sägespäne und das Sägemehl häufen und dieses daher ab und zu manuell in den Trichter geschoben werden muss. Jetzt fragt ihr euch sicher: „Wie, ein Trichter?“. Ja ein Trichter. Bei allen großen Gerätschaften, welche mit Holz zu tun haben, entsteht eine Menge Sägemehl und Sägespäne. Diese werden jedoch nicht einfach weggeworfen, sie werden beim Sägen bereits abgesaugt und landen eben in jenem riesigen Trichter. Von diesem aus rutscht alles weiter in den Ofen. Dadurch kann die gesamte Werkstatt mit Resten beheizt werden. Zu guter Letzt habe ich auch noch angefangen, Metallschienen an einer Schrankrückseite anzubringen, diese bilden Ankerpunkte für ein neues Regal.

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